Ketone im Kokosöl

Kokosöl wird ein wundersamer Effekt bei Demenzerkrankungen nachgesagt…

An sich ist die Kernkompetenz von READY TO WIN (neben dem Zielcoaching) die Förderung von Gesundheit und nicht die Therapie von Krankheiten. Nichtsdestotrotz handelt dieser Blogpost von einem phyto- bzw. ernährungstherapeutischen Thema. Phytotherapie bezeichnet die Pflanzenheilkunde und beschäftigt sich damit, wie Bestandteile von Pflanzen Krankheiten beeinflussen können. Und mit unserer Ernährung können wir obendrein auf unsere Gesundheit bzw. viele Krankheiten massiv einwirken. In den meisten Fällen tun wir dies in der verkehrten Richtung und schädigen unser körperliches und geistiges Wohlergehen mit langfristiger (Fehl-)Ernährung. Man denke hier nur an die Diabetes-2-Problematik durch unsere zu energie-/zuckerreiche Genussernährung oder an Adipositas (Fettleibigkeit) als Auslöser für Herzerkrankungen usw. Auch unsere geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen wir in der Regel mehr durch unsere Industrie-Ernährung als wir diese fördern, ganz zu schweigen davon, wenn manche Zeitgenossen die Fitness ihres Oberstübchens in einem Übermaß an Alkohol ertränken. Doch zurück zum eigentlichen Thema: Man kann mit Ernährung auch viele überaus positive Effekte erreichen!

Obwohl – wie einleitend erwähnt – die Therapie von Krankheiten nicht meine Aufgabe ist, so werde ich als Berater für Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung sehr oft von Freunden, Bekannten oder Verwandten angesprochen, ob ich nicht zu diesem oder jenem Problem einen komplementären Tipp hätte. Immer häufiger drehen sich diese Gespräche dabei um die Demenz bzw. deren häufigste Ausformung, die Alzheimersche Krankheit (1906 so benannt nach dem Neuropathologen und Psychiater Alois Alzheimer). Dies mag daran liegen, dass die Zahl der unter Alzheimer Leidenden zunimmt (weltweit ca. 30 Millionen) – schlicht und einfach, weil die Menschen immer älter werden. Aber auch daran, dass man selbst mit immer mehr älteren und alten Menschen zu tun hat, je älter man selbst wird und deshalb Fragen diesbezüglich häufiger gestellt werden. Daher dieser Blogpost.

Entsteht Demenz gar durch ein Fehlen der Kindheit?

Die Alzheimer-Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt. In ihrem Verlauf kommt es zu einem kontinuierlichen Schwinden der intellektuellen Fähigkeiten samt Störungen wie Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit udgl. Nach einigen Jahren der fortschreitenden Verschlechterung werden die Betroffenen meist pflegebedürftig. Alte Menschen werden wieder hilfsbedürftig wie Kleinkinder. Diese Tatsache veranlasst den Großmeister der Krankheitsdeutung und Psychosomatik, Dr. Rüdiger Dahlke, zu der Einschätzung, dass die beste Alzheimer-Prävention wohl sei, auch als Erwachsener sein Kind-Ich zu leben, denn dann brauche man (= unser Unterbewusstsein) dies nicht im Seniorenalter so unkontrollierbar nachzuholen. Natürlich klingt das für die meisten Leser, die sich mit der Symbolik von Krankheiten nicht näher beschäftigen, überaus schräg oder vielleicht sogar als Hohn. Wenn man jedoch darüber nachdenkt, dass es im Laufe unseres Lebens alle Stadien des Mensch-Seins gleichermaßen zu durchschreiten gilt – und damit auch alle Jahre der Kindheit und Jugend – viele der nun Demenzkranken jedoch vom 2. Weltkrieg bisweilen brutal ihrer unbeschwerten Kinderjahre beraubt wurden, so könnte man durchaus eine Kausalkette erkennen. Die Alten von heute und Kleinkinder von damals wurden wohl viel zu schnell erwachsen. Sie schufteten wie wild am Wiederaufbau und anstatt super-cool und mega-lässig ganz oben auf der Welle des aufkommenden Wohlstands zu surfen, verschoben sie vor lauter Arbeiten Belohnung und Lebensgenuss (durchaus kindliche Elemente) immer weiter nach hinten »in die Pension«.  »Schaffe, schaffe, Hüsle baue«, sagt man zwar primär den Schwaben nach, recht viel anders lebten aber unser Eltern, die Nachkriegsgeneration auch hierzulande nicht. Für Kind-Sein, auch im übertragenen Sinne, war da meist kein Platz. Seine Kindlichkeit, sein Kind-Ich zu leben, meint nicht so sehr, sich eine Carrera-Rennbahn oder eine Modelleisenbahn kaufen zu müssen. Beides superschöne Freizeitbeschäftigungen, keine Frage. Dr. Dahlke appelliert vielmehr an uns, dass wird uns eben selbst als Erwachsene kindliche Freude, kindliche Begeisterung, kindliche Neugierde, kindliche Leichtigkeit udgl. erhalten, um nicht zum Lebensende hin in das über Jahrzehnte vernachlässigte Kind-Stadium zurückfallen zu müssen.Wie immer man es philosophisch sehen mag, Tatsache ist, dass die Familie mit einem Demenzkranken sinnbildlich wieder ein Kind bekommt. Diesmal jedoch mit ungleich höherer Belastung. Unbeholfenheit, die beim Baby noch entzückend sein mag, wird zur Qual aller, wenn sie bei Opa oder Oma auftritt und sich viele Jahre stets verschlechternd hinzieht.
Demenz ist Hungersnot im Gehirn???
Mehr durch Zufall wurde vor Jahrzehnten schon festgestellt, dass es in Regionen der Erde, in denen die Menschen viel Kokosnuss bzw. Kokosöl zu sich nehmen, kaum bis gar keine Demenzkrankheiten gibt. »Ist ja eh klar«, interpretierte man das Phänomen lange, »die Menschen dort sterben wohl zu jung und erreichen so das typische Alter des Eintritts neurodegenerativer Krankheiten erst gar nicht.« Inzwischen werden auch die Bewohner der »Kokosinseln« dank Medizin, Hygiene usw. alt genug, um dement werden zu können. Die Zahl der Krankheitsfälle ist aber offenbar immer noch deutlich geringer als hierzulande…  
Mittlerweile zeigen Forschungen, dass Alzheimer-Patienten kaum noch in der Lage sind, die vom Körper als Gehirnnahrung bereitgestellte Glukose zu nutzen. Unser Gehirn braucht als Brennstoff/Energie Glukose (= im Körper, allen voran in der Leber gespeicherter Zucker). Und das nicht wenig, denn rund 50 % unserer Zuckerspeicher (!) sind für unser gefräßiges Gehirn reserviert. Nun kann es aber aufgrund der krankhaften Störung diesen nicht mehr effizient aufnehmen. Die Folge: Unser Hirn leidet massiv Hunger. Was tut unser Körper, wenn er Hunger leidet? Er wird immer leistungsschwächer und schaltet nicht oft/dauernd benötigte Funktionen immer mehr zurück oder gar aus. Selbiges tut auch unser Gehirn in seiner Hungersnot. Gerne wird diese Störung der Zuckeraufnahme sinnbildlich auch als »Diabetes im Gehirn« bezeichnet.
Natives Kokosöl liefert alternative Gehirnnahrung!
Kokosöl gegen AlzheimerLeidet der Körper an Hunger, weil er zuwenig oder keine Kohlehydrate (aus denen er idealerweise seine Glukose gewinnt) bekommt oder die Vorräte in Leber und Blut erschöpft sind, so kann er aus bestimmten Fettsäuren sog. Ketone bilden, die als Ersatznahrung für Zucker dienen. Auch unser Gehirn kann über diese Ketone alternativ mit lebensnotwendigem Futter versorgt werden, wenn Glukose fehlt oder eben nicht mehr entsprechend aufgenommen werden kann. Und nun kommt’s: Am offenbar allerbesten kann der Körper Ketone bilden aus den MCTs, den mittelkettigen Triglyceriden im nativen Kokosöl! Die meisten sonstigen Fette und Öle muss der Körper langwierig umspeichern und umbauen – nicht so bei den MCTs nativer, nicht gehärteter Kokosöle. Sie spenden dem Gehirn sofort neue Energie. Und genau diese Energie kann Alzheimer-/Demenzpatienten und damit auch deren Angehörigen eine spürbare Verbesserung bringen (ohne dies nun bitte als Heilversprechen zu interpretieren!). Die Ärztin Dr. Mary Newport, deren Mann schwer an Alzheimer litt, berichtet von schier wundersamen Verbesserungen bei ihrem Gemahl wie anderen, anschließend mit Kokosöl behandelten Demenzpatienten. Nebenwirkungen? Keine. Zumindest keine, die nicht den möglichen positiven Effekt bei weitem übertreffen.

 
Wie isst man Kokosöl?
Grundsätzlich ist Kokosöl im kühlen Zustand fest und kann als Butterersatz pur aufs Brot gestrichen werden oder man macht damit Aufstriche wie Liptauer etc. Wo immer man bisher tierische oder pflanzliche Fette/Öle verwendete – ersetzen Sie es durch Kokosöl, wenn Sie Ihr krankes Familienmitglied bekochen. Um sich präventiv als Gesunder im Alter geistig fit zu halten, empfehlen Experten einen Esslöffel natives Kokosöl pro Tag. Für Demenzpatienten sind wohl drei Esslöffel ein logisches tägliches Maximalmaß. Meine Gattin und ich entwickelten ein Rezept für eine gesunde Nascherei, die wir – bei allem gebotenen Respekt vor der Krankheit – »Alzheimer-Busserl« nennen. Dies sind kleine Plätzchen oder Kekse wie Weihnachtsbäckerei, die man auch problemlos einfrieren und sodann Stück für Stück binnen Minuten wieder aufgetaut genießen kann. Unser Rezept ist mit viel nativem Kokosöl, dafür glutenfrei, zuckerfrei und laktosefrei. Auch für die frisch zubereitete Marmelade nehmen wir den natürlichen Zuckerersatz Erythrit(ol).
Kekse mit Kokosöl gegen Demenz

Süße Köstlichkeiten als pure Gehirnnahrung mit nativem Kokosöl. Der Zucker als Topping ist Erythritol mit Glykämischem Index von 0!

Alzheimer-Busserl

250 g laktosefreier Magertopfen
250 g natives Kokosöl
250 g Buchweizenmehl
nach Belieben Stevia (als Zuckerersatz), Zimt, Nelken, Vanilleschote
Alle Zutaten vermengen (Kokosöl können Sie einfacher verarbeiten, wenn Sie das verschlossene Glas in warmes Wasser stellen, sodass das Öl flüssig wird), aus dem Teig kleine Kugerl formen (in unserem Beispiel sind sie etwas kleiner als Mozartkugeln), mit einem Finger eine Vertiefung eindrücken und in diese dann Marmelade (z.B. Himbeer mit Erythritol) oder z.B. frisch gekochte Preiselbeeren mit Stevia füllen. Bei etwa 175 °C Umluft ca. 20 min backen, auskühlen lassen und nach Belieben in Erythritol tauchen.