Rotwein fördert unsere Gesundheit dank sekundärer Pflanzenstoffe

Ein Glas Rotwein soll so gesund sein wie eine Stunde Ausgleichssport???

Liebe Blogleser! (Wann immer ein Blogpost mit »Liebe Blogleser!« beginnt, so ist das ein gutes Zeichen. Es folgt eine ganz besonders schöne Gesundheitsgeschichte… Anm. der Redaktion)
Auch diese Woche ist mein Thema der Gesundheit durch Ernährung gewidmet. Handelte der letzte Post »KOKOS GEGEN ALZHEIMER?!« von erstaunlichen therapeutischen Erkenntnissen zur möglichen Linderung von Alzheimer-Beschwerden und damit von der Bekämpfung von Krankheit, so geht’s heute direkt um die Förderung von Gesundheit. Durch das regelmäßige Trinken von Rotwein!

French Paradox oder »Warum leben die Franzosen länger?«

Bereits 1819 beobachtete der irische Arzt Samuel Black, dass die Franzosen bei ansonst gleich ungesunder Lebensweise länger leben. Sprich, die guten Leute der Grande Nation essen genauso fettreich, sie trinken mehr Alkohol, rauchen wesentlich häufiger und leben dennoch deutlich länger als Deutsche und Amerikaner. Die Herzinfarkthäufigkeit soll in Frankreich dreimal geringer sein als in den USA, schenkt man erstaunlichen wissenschaftlichen Studien Vertrauen. Seit 1992 nennt man dieses Phänomen das »Französische Paradoxon“, Namensgeber dafür war Serge Renaud, ein Forscher der Universität Bordeaux.

Die Herzinfarkthäufigkeit soll in Frankreich dreimal geringer sein als in den USA!

Polyphenole und OPC machen Rotwein gesundSelbstverständlich suchen Wissenschaftler seit Jahrzehnten intensivst nach Erklärungen, denn diese würden ja bedeuten, dass »Anti-Aging« tatsächlich mehr als nur ein dreister Werbegag der Kosmetik- und Nahrungsergänzungsmittel-Industrie ist. Die beste Nachricht seit langem: Heute geht man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass aus dem sprichwörtliche Jungbrunnen Rotwein fließt! Es scheint zu schön, um wahr zu sein: Rotwein hält uns offenbar jung und gesund, und Franzosen trinken hauptsächlich Rotwein! Auch Griechenland bzw. die Insel Kreta wurden in der Ernährungswissenschaft stets als Beispiele für die höhere Lebenserwartung dank des dort üblichen Rotweinkonsums genannt. Seit den Skandalen in Griechenland um noch jahrelang bezogene Renten für längst verstorbene, aber nie als verblichen gemeldete Verwandte (das steigert die statistische Lebensdauer natürlich auch :-)), zitiert der Ernährungsexperte von Welt heute sicherheitshalber das French Paradoxon.

Forschungen an der University of Alberta (Kanada) haben gezeigt, dass bestimmte Inhaltsstoffe roten Weines – in geringen Dosen genossen wohlgemerkt – uns weniger anfällig machen für Demenz, Krebs, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Arteriosklerose usw. Ja sogar regulierend auf den Blutzucker-Haushalt wirken diese Wunderstoffe. Konkret gesprochen bei einer Dosierung von einem Glas Rotwein pro Tag. Witzigerweise definiert die Studie die Größe des Glases nicht exakt, also wird die therapeutische Wahrheit irgendwo zwischen einem gut eingeschenkten Achtel und einem schlecht eingeschenkten Vierterl einmal (!) täglich liegen. Schon Paracelsus ermahnte uns selbst bei Heilmitteln, »dass allein die Dosis das Gift ausmache«. »Allzu viel ist ungesund« trifft bei Rotwein sicher ganz massiv zu, denn bitte nicht vergessen: Auch wenn die gesundheitlich positive Wirkung des rote Tropfens als Ganzes betrachtet als erwiesen gilt – der enthaltene Alkohol ist unter Garantie schlecht für unseren Körper!

Was ist es, das Rotwein förderlich für unsere Gesundheit machen soll?

rotwein resveratrolResveratrol
Hierbei handelt es sich um ein in den roten Trauben vorkommendes pflanzliches Polyphenol, ein Antioxidanz, das uns hilft, die freien Radikale im Zaum zu halten. Über die ROS, die Reactive Oxygen Species – so die Bezeichnung der freien Radikale auf Gescheit – folgt demnächst ein ausführlicher Blog-Post. Jetzt nur soviel: Freie Radikale bilden unsere körpereigenen Abwehrsoldaten gegen Krankheitserreger von außen. Aufgrund unserer Ernährung, Lebensweise, Umweltbelastungen, Stress usw. nehmen die Abwehrkämpfer aber in unserem Organismus überhand. Zu viele Abwehrsoldaten führen zu einem »Militärstaat« im Körper, und wenn sie vor lauter Übermacht und Fadesse nicht mehr wissen, was sie den ganzen Tag tun sollen, greifen die freien Radikale auch jene Körperzellen an, die sie eigentlich schützen sollten. Die solchermaßen gepiesackten Zellen werden krank und/oder entarten (z.B. zu Tumoren). Auch wenn diese Erklärung an Unwissenschaftlichkeit kaum zu übertreffen ist – man erkennt zumindest das Grundprinzip. Resveratrol hält nun einerseits die ROS im Zaum und schafft interessanterweise im Organismus eine Ähnlichkeit zu einer Kalorienrestriktion. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Wenn Tiere krank sind, dann fasten sie. Wenn Hund, Katz‘, Pferd & Co. nichts fressen, geht’s zum Tierarzt. Dabei wäre Fasten (Kalorienrestriktion) für Tier wie Mensch eine der besten therapeutischen Maßnahmen (Empfehlung: Heilfasten mit Dr. Rüdiger Dahlke). Gene werden aktiviert, die den Körper im Heilungsprozess pushen. Resveratrol hat einen sehr ähnlichen Effekt – wie auch sportliches Körpertraining, daher die Headline dieses Textes – und erhöht so unsere Abwehrleistung. Fairerweise muss zugegeben werden, dass der Wunderstoff aber auch in nicht vergorenen Trauben oder vielen Beeren vorkommt, im Rotwein jedoch in viel konzentrierterer Form konsumiert werden kann.

Oligomere Proanthocyanidine, kurz OPC genannt, sind dem Resveratrol in ihrer positiven Wirkung auf unsere Gesundheit sehr ähnlich. Diese pflanzlichen Flavonole kommen vor allem in den Kernen und Schalen der roten Trauben vor, aber auch im roten Häutchen von Erdnüssen, in Ginkgoblättern, Schalen von roten Äpfeln (»an apple a day…«). Sie wirken ebenso antioxidativ und entzündungshemmend. Resveratrol und OPC zählen zu den meist verkauften Nahrungsergänzungsmitteln in Pillenform, ein vergleichbarer Effekt sei aber angezweifelt, denn isolierte oder synthetische Vitamine und vitaminähnliche Substanzen wirken nie so stark wie das Original.

Ist Weißwein auch für die Gesundheit förderlich?

Leider – für alle Liebhaber weißer Weine – nein. Und zwar deshalb, weil weiße Trauben an sich weniger dieser positiv wirkenden bio-aktiven Pflanzenstoffe beinhalten und weil Weißwein aus dem Saft gepresster Trauben entsteht und nicht wie bei Rotwein die ganzen Trauben samt Schale eingemaischt werden. Und in der Schale (wie auch beim Apfel) liegen eben die wertvollsten Substanzen verborgen. Rund 20-mal so viele gesunde Phenole hat Rotwein zu bieten wie Weißwein. Beim Weißwein überwiegt der energetisch/gesundheitlich negative Effekt des Alkohols, so leid es mir tut …

Spannende Untersuchungen mittels kinesiologischer Tests!

Wer sich mit Energiemessungen mittels Pendel und Co. oder kinesiologischen Tests beschäftigt, sollte unbedingt Weiß- und Rotwein im direkten Vergleich austesten. Alle von mir untersuchten Weißweine (auch mein persönlicher Lieblingsweißer ;-( tun (mir) energetisch ausnahmslos schlecht. Alle von mir untersuchten Rotweine unterstützen (mich) energetisch, wobei ein deutlicher Trend zu erkennen ist: Umso südlicher die Herkunft der Rotweine desto stärker scheint ihr gesundheitlich positiver Effekt. Am allerstärksten energetisch positiv testeten bei mir die Rotweine aus Sizilien (Nero d’Avola) sowie Rioja-Weine. Roséweine liegen energetisch interessanterweise (und damit ihrer Farbe entsprechende) genau in der Mitte zwischen negativem Weißwein und sehr positivem Rotwein und sind für unsere Gesundheit quasi »neutral«.